Wirtschaft

Iran und Pakistan vereinbaren Gas-Pipeline

Am gestrigen Abend haben der Iran und Pakistan in Istanbul einen Vertrag über den Bau einer Gas-Pipeline unterschrieben. Das 7,6 Milliarden Dollar teure Projekt soll Pakistan mit iranischem Gas aus der iranischen Provinz Fars versorgen. Die Planungen in der Vergangenheit sahen auch eine Versorgung Indiens vor, allerdings hat sich Indien 2009 aus diesem Projekt zurückgezogen und will stattdessen die Energieversorgung durch den Bau von Kernkraftwerken sichern. Vor zehn Tagen war der russische Ministerpräsident zu Staatsbesuch in Indien um eben einen Vertrag für den Bau von Atomkraftwerken zu unterschreiben.

Dieses Abkommen über den Bau der Gas-Pipeline wurde in der Vergangenheit mehrfach verschoben. Neben dem Ausstieg Indiens waren finanzielle Engpässe Pakistans der Grund hierfür. Das jetzige Abkommen sieht vor, dass jeder Staat die Strecke baut, die sich auf dem Territorium des jeweiligen Landes befindet. 2015 soll der Bau begonnen werden.

Das Vorhaben wird von der US-Administration argwöhnisch beobachtet. Der Streit um das Nuklearprogramm Irans ist bislang nicht beigelegt. Andererseits wollte Pakistan Unterstützung für eine zivile Nutzung der Atomenergie aus den USA, die allerdings Indien genau auf diesem Feld unterstützen. Indien wiederum hat Differenzen mit Pakistan, was den Ausstieg Indiens plausibel erscheinen lässt.

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