Magazin: Geldübergabe im Fall Maria B. an Polizei-Bürokratie gescheitert

Bürokratische Hindernisse sind angeblich der maßgebliche Grund, warum die Polizei Baden-Württemberg das geforderte Lösegeld für die entführte und später ermordete Heidenheimer Bankiersfrau Maria B. nicht rechtzeitig beschaffte und die Geldübergabe platzte. Das berichtet das Magazin „Stern“ (Donnerstagsausgabe). Der Entführer hatte 300.000 Euro gefordert.

Wenn Polizeibeamte Lösegeld beschaffen, sind sie angehalten, dies bei einer bestimmten Großbank mit Hauptsitz in Frankfurt zu tun. Deren Außenstellen hätten jedoch aufgrund der Zentralisierung der Bank weniger Bargeldreserven vor Ort. Dies, so berichtet das Magazin, waren die maßgeblichen Gründe, weshalb die zuständige Landespolizeibehörde in Stuttgart der Heidenheimer Polizeiführung am Entführungstag mitteilen musste, die Beschaffung des erforderten Lösegeldes sei nicht machbar. Die Zeit reiche nicht aus, um es nach Heidenheim zu bringen. Die Polizei hatte das Scheitern dagegen bislang mit den engen zeitlichen und inhaltlichen Vorgaben des Entführers begründet, der eine besondere Stückelung verlangt habe.

Diese Meldung der dts Nachrichtenagentur aus Heidenheim wurde am 08.06.2010 um 13:32 Uhr mit den Stichworten DEU, Gewalt, Kriminalität übertragen.

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