Die Japaner im Großraum Tokio haben durch konsequentes Stromsparen einen Kollaps des Stromnetzes verhindert. Wie der Energieversorger Tepco mitteilte, habe es am Donnerstag nur vereinzelte und vorübergehende Ausfälle gegeben. Tepco ist auch der Betreiber des Unglücks-AKW Fukushima-I, in dem bei mehreren Reaktoren eine Kernschmelze befürchtet wird.
In Tokio wurden am Donnerstag in Spitzenzeiten 33,3 Millionen Kilowatt verbraucht, während 33,5 Millionen Kilowatt eingespeist wurden. Zuvor wurden die Bürger und Geschäftsleute in Tokio zum Stromsparen aufgerufen. Während viele Geschäfte früher schlossen, verzichteten die Bürger Tokios mehrheitlich auf das abendliche Fernsehen und ließen das Licht aus, um den Verbrauchshöhepunkt am Abend zu überstehen. Unterdessen wollen Experten der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) das Atomkraftwerk in Fukushima begutachten. Kurz vor seinem Abflug nach Japan sagte der Chef der Behörde, Yukiya Amano, dass er und IAEA-Experten zu den Anlagen wollen. Bereits am Samstag wird Amano in Wien zurück erwartet. Am österreichischen Hauptsitz der Behörde wird an diesem Tag der Gouverneursrat der IAEA zu einer Sondersitzung zusammentreten und die jüngsten Ereignisse in Japan besprechen.
Diese Meldung aus Tokio wurde am 17.03.2011 um 16:49 Uhr mit den Stichworten Japan, Unglücke, Natur, Umweltschutz übertragen.
