Wirtschaft

Griechenland stellt Antrag auf Kredite der EU und dem IWF

Der griechische Regierung zieht die Reisleine und beantragt, vorsorglich wie sie es nennt, Kredite von der EU und dem IWF. Wie der Regierungschef Giorgos Papandreou in einer Fernsehansprache nun verkündet, musste die griechische Regierung diesen Schritt wagen. Auch EU-Währungskommissar Olli Rehn bestätigte den Antrag der griechischen Regierung. In den Monaten zuvor hatte die griechische Regierung gehofft, den Kreditantrag nicht stellen zu müssen, weil sie alleine von der Zusage dieser Kredite positive Signale für den Anleihemarkt erwartet hatte.

Grund für den Schritt aus Griechenland ist die Bekanntgabe über die wirkliche Nettoneuverschuldung im Jahre 2009. Waren zuvor 12,7 % prognostiziert gewesen, stellt sich nun raus, dass die wirkliche Nettoneuverschuldung auf 13,6 % beläuft. Dies setzt der griechischen Regierung zu, weil die Zinsen für griechische Staatsanleihen in die Höhe schnellen und die Sparbemühungen der Regierung gefährden. Die Staats- und Regierungchefs der Euro-Länder müssen nun dem Anliegen zustimmen.

Die Zusage an Kredite ist unmittelbar an die Kreditvergabe vom IWF gekoppelt, Geld aus den Euro-Ländern gibt es dann, wenn auch der IWF Kredite gewährt. Nun ist der IWF noch dabei, die Sparmaßnahmen der Regierung zu überprüfen, die Kreditvergabe wird sicherlich an weitgehende Konzessionen der griechischen Regierung verknüpft werden. Griechenland kann nun auf einen Kredit von 30 Milliarden Euro aus der EU und weitere 15 Milliarden vom IWF hoffen. Demnach müsste die deutsche Bundesregierung für ihren Anteil 8 Milliarden Euro bezahlen.

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