Ausland, Politik

USA verschärfen die Sanktionen gegen Iran

Der Senat und das Repräsentantenhaus der USA haben dem Gesetzvorschlag von US-Präsident Obama zugestimmt, damit werden die seit 1996 bestehenden Sanktionen gegen Iran verschärft. Die Sanktionen sind im Grunde einfach erklärt; demnach werden Firmen, die im Banken- und im Energiesektor tätig sind, vor die Wahl gestellt, entweder Geschäfte mit den USA oder dem Iran zu machen.

Die fast einstimme Zusage beider Häuser verdeutlicht das Anliegen der USA, einer möglichen Atombombe des Iran auf jedem erdenklichen (und diplomatischen) Weg zu vereiteln. Während das Regime im Iran betont, dass das Atomprogramm lediglich zur zivilen Nutzung betreiben zu wollen, vermuten westliche Staaten wie die USA, dass das Regime in Teheran bestrebt ist, sich atomar bewaffnen zu wollen. Die Sanktionen sollen da greifen, wo es der iranischen Wirtschaft am meisten mangelt. Zwar ist der Iran das Land mit den drittgrößten Erdölvorkommen, aber aufgrund mangelnder Raffineriekapazitäten kann das Land nicht ausreichend Ölderivate (wie Benzin und Diesel) für die eigene Versorgung herstellen.

Die Sanktionen richten sich gegen materielle Lieferungen und Dienstleistungen, die dem Import von Ölderivaten in den Iran dienen, zulässig sind aber Geschäfte von einer Million Dollar pro Jahr. Auch Investitionen im Erdölsektor Irans werden sanktioniert, hier wird die zulässige Investitionssumme von 40 Million Dollar auf die Hälfte reduziert. Verstösse gegen diese Beschränkungen können den Ausschluss vom bedeutenden US-Markt nach sich ziehen. Auch Banken und Investorengruppen sind von den Sanktionen betroffen.

Der Streit um das nukleare Programm des Iran führt nun zu diesen Sanktionen. Die Vermittlungsversuche von Brasilien und der Türkei können als gescheitert angesehen werden. Fraglich, ob sich Iran diesem Druck beugen wird, eine weitere Eskalation scheint vorprogrammiert zu sein.

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