Nach der verbalen Entgleisung von ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein warnt der Vizepräsident des Zentralrats der Juden, Dieter Graumann, vor Hysterie. “Die Moderatorin hat es bedauert, das ZDF hat es bedauert. Da gibt es deutlich keine böse Absicht”, sagte er gegenüber der “Leipziger Volkszeitung” (Dienstag-Ausgabe).
“Wir sollten das nicht hysterisch betrachten.” Die Journalistin hatte in der Halbzeitpause des WM-Spiels Deutschland gegen Australien erklärt, für den lange glücklosen Stürmer Miroslav Klose müsse sein Tor wohl wie ein “innerer Reichsparteitag” gewesen sein. Im Internet kam es umgehend zu heftigen Proteststürmen, das ZDF entschuldigte sich nach dem Abpfiff. “Die kritische Anmerkung ist öffentlich gemacht worden. Sie ist verstanden und akzeptiert worden”, sagte der Vizepräsident des Zentralrats. “Ich glaube, es wird sich nicht wiederholen.”
Diese Meldung der dts Nachrichtenagentur aus Berlin wurde am 14.06.2010 um 12:02 Uhr mit den Stichworten DEU, Fußball-WM, Fernsehen, Religion übertragen.
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