Gesellschaft

Topographie des Terrors- Zentralrat der Sinti und Roma kritisiert Ausgrenzung

Die Stiftung “Topographie des Terrors” in Berlin wird am Freitag, den 07.05.2010, ihr neues Dokumentationszentrum mit einer Dauerausstellung eröffnen. Der Zentralrat der Sinti und Roma fühlt sich ausgegrenzt.

Der Vorsitzende des Zentralrats der Roma und Sinti in Deutschland, Romani Rose, bemängelt, dass keinem Vertreter der Sinti und Roma die Gelegenheit zu einer Ansprache geboten wird. Es kann nicht sein, dass die Volksgruppe, die ebenso dem nationalsozialistischen Völkermord zu Opfer fiel, sichtbar ausgegrenzt wird, so Rose.

Der Sprecher der Stiftung, Kay-Uwe von Damaros, wies die Kritik zurück und verwies auf eine aus organisatorischen Gründen begrenzte Rednerliste. Die Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, werde in ihrer Eigenschaft als Stiftungsratsmitglied beim Festakt am Donnerstag für alle Opfergruppen reden und mit “Sicherheit auch auf die anderen Opfergruppen eingehen”, von so Damaros.

Seit 1987 informiert die “Topographie des Terrors” an dem Ort, wo sich die Zentralen der Geheimen Staatspolizei (Gestapo), der SS und des Reichssicherheitshauptamtes befanden über die Dimension des NS-Apparates und gehört mit jährlich rund 500.000 Besuchern zu den am meisten besuchten Gedenkstätten in Berlin.

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